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DIY. Diese tollen Fackeln haben wir das erste Mal auf einer Abendwanderung im Teufelsmoor gesehen. Die Idee fanden wir so gut, dass wir sie direkt zu Hause nachgebastelt haben.

In Worpswede hatten wir den Kranichen zugeschaut, wie sie sich aus allen Himmelsrichtungen kommend, für den großen Langstreckenflug in den Süden sammeln. Ein tolles Naturschauspiel, an das wir bei unseren Fackelwanderungen zu Hause gerne erinnert werden.

Alles in allem eine kleisterige Angelegenheit, aber genauso viel Spaß macht es, die Fackeln nachzubauen. Und noch mehr Spaß natürlich, mit ihnen durch die Dunkelheit zu wandern.
Materialliste zum Basteln – Was ihr braucht
- eine leere 1,5 Liter PET-Flasche
- Transparentpapier (gelb, orange, wenn ihr habt, auch rot)
- Kleister
- einen dicken Ast, der in den Flaschenhals passt
- dickes Sisalband oder Paketschur
- LED-Lichterkette
- Klebestreifen
- Schere, Pinsel & Handsäge
Schnell wird aus der alten Eistee-Flasche
ein toller Feuerkelch



So lange die Hände noch kleberfrei sind, bereiten wir ein paar Dinge vor. Für unsere Fackel benötigen wir nur den oberen Teil der PET-Flasche, etwa 1/3. Wir schneiden die Flasche also bei etwa 20 cm Länge in zwei Hälften. Was wir noch ganz gut auf Vorrat legen können, sind die Flammen aus gelb-, orange- und wer möchte, in roten Transparentpapier. Die sollten in etwa die gleich Länge haben, wie unser Flaschenteil (alles was später zu lang ist, schneiden wir ab).

Jetzt wird’s klebrig. Ihr haltet die Flaschenöffnung zwischen den Fingern und kleistert eine Fläche für die ersten drei Flammen. Die Flammen aus Transparentpapier positioniert ihr so, dass die zündelnden Flammen etwa 3 bis 5 Zentimeter über dem Kunststoffrand hinweg gehen. Im Farbwechsel legt ihr Flamme auf Flamme immer so versetzt, dass ein kleines Feuer entsteht.
Nach der letzten Flammenschicht versiegelt ihr diese mit einer extra Schicht Kleister. Bevor ihr das ganze zum Trocknen (2-3 Stunden) weglegt, könnt ihr noch das überschüssige Transparentpapier an der Flaschenöffnung abschneiden.
Bis der Lampion getrocknet ist, könnt ihr
schonmal einen starken Ast suchen


Am coolsten sieht eure Fackel aus, wenn ihr einen passenden Ast habt, der gerne krumm und schief sein darf. Wir haben nach jedem Spaziergang zwei, drei neue „schönste Äste“ gesammelt, so das unser Fundus mittlerweile einiges an Auswahl bietet. Habt ihr einen passenden gefunden, der gut und fest im Flaschenhals sitzt, sägt ihr den Stock auf eure Wunschlänge ab.
Ist euer „Feuer“ getrocknet, steckt ihr dieses auf dem Ast fest (ggf. müsst ihr nochmal zum Klebstoff greifen, falls es wackelt). Umwickelt den Flaschenhals mit Sisal-Band oder anderem Naturband, welches ihr zu Hause in eurem Bastel-Fundus findet. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das Licht…


Am Schluss legt ihr eine batteriebetriebene LED-Lichterkette in euren Feuerkelch. Ich habe die Schnur hier und da mit Klebestreifen fixiert. Wir finden die LED-Fackeln richtig, richtig toll und gehen im Herbst gerne damit in der Dunkelheit spazieren.
Ich geh mit meiner Laterne
… nur das die bei uns eben nicht am Stab hängt, sondern auf einem Ast steckt. Nicht nur das Basteln mit Kinder macht Spaß. Wenn wir im Herbst Abends die letzte Gassi-Runde mit dem Hund drehen, oder auch noch unterwegs sind an magischen Orten, haben wir unsere Fackeln dabei. Wenn es dann auch noch mehr als eine sind, leuchtet es ganz besonders schön in der Dunkelheit.
Und deine Version?
Wenn du Lust hast, teile dein magisches Ergebnis gern mit mir! Wohin habt ihr eure Laterne mitgenommen?
Viel Freude beim Nachwerkeln, bis zum nächsten Bastelabenteuer

